Geländer, Handlauf, Pfosten, Geländerstab: Bauteile und Begriffe
Ein Holzgeländer an der Treppe ist ein kleines Tragwerk aus wenigen, klar unterscheidbaren Teilen, und jeder Markt benennt sie anders. Wer die Begriffe sauber verwendet, vermeidet die meisten Missverständnisse im Angebot.
- Geländer (rumänisch balustradă, englisch balustrade; als geschlossene Wand Brüstung) ist die gesamte Absturzsicherung an der offenen Seite von Treppe, Podest, Galerie, Balkon oder Terrasse. Die Bauordnungen sprechen von Umwehrung oder Absturzsicherung, in England von guarding.
- Handlauf (mână curentă, handrail) ist die Stange, an der man sich beim Gehen festhält. Er kann den oberen Abschluss des Geländers bilden oder separat an der Wand laufen.
- Geländerstäbe oder Baluster (baluștri) sind die senkrechten Teile zwischen Handlauf und Treppe. Gedrechselte Baluster sind die klassische Form, quadratische und rechteckige Stäbe passen zu modernen Treppen.
- Pfosten, am Treppenantritt Antrittspfosten, tragen den Handlauf am Anfang, an Richtungswechseln und am Austritt. Sie nehmen den größten Teil der Last auf.
- Untergurt ist der untere Holm, in den die Stäbe bei manchen Treppen eingesetzt werden.
Die Füllung muss nicht aus Stäben bestehen. Waagerechte Bretter, Paneele, Glas, Stahlstäbe oder Seile kommen in modernen Geländern vor. Für jede Variante gelten dieselben Regeln zu Höhe, Öffnungen, Überklettern und Lasten.
Warum die Regeln national sind
Ein Geländer hat drei Aufgaben. Es verhindert Abstürze über eine Kante, es verhindert, dass kleine Kinder hindurchschlüpfen oder darüberklettern, und sein Handlauf gibt auf der Treppe sicheren Halt. Die Europäische Union harmonisiert, wie Bauprodukte geprüft und deklariert werden, die Anforderungen an die Nutzungssicherheit von Gebäuden bleiben aber national. Höhen, maximale Öffnungen, das Alter des Kindes, das die Regel schützt, und sogar die Form des Prüfkörpers unterscheiden sich von Land zu Land. Die statischen Lasten folgen den Eurocodes, die Werte legt aber jedes Land in seinem Nationalen Anhang fest.
Die Faustregel ist einfach: Geplant und gebaut wird nach den Regeln des Landes, in dem die Treppe steht. Ein in Rumänien gefertigtes Geländer für ein Haus in Bayern folgt den deutschen Regeln, eines für eine Wohnung in Bukarest den rumänischen. Die folgenden Abschnitte fassen England, Deutschland und Österreich nach Primär- oder amtlichen Quellen zusammen und erklären, woher die rumänischen Werte kommen.
England: Approved Document K
In England regelt das Approved Document K (Ausgabe 2013) Treppen, Absturzsicherungen und Handläufe. Wales, Schottland und Nordirland haben eigene Dokumente.
- Wo eine Absturzsicherung nötig ist. In Wohnhäusern an den Seiten von Läufen und Podesten mit mehr als 600 mm Absturzhöhe. In anderen Gebäuden und in Gemeinschaftsbereichen von Mehrfamilienhäusern überall dort, wo es zwei oder mehr Steigungen gibt.1
- Höhe. In Einfamilienhäusern 900 mm an Treppen, Podesten, Rampen und Kanten von Innendecken und 1.100 mm an Außenbalkonen einschließlich französischer Balkone und an Dachrändern. In Wohn-, Büro-, Handels- und öffentlichen Gebäuden 900 mm an Treppenläufen und sonst 1.100 mm.1
- Öffnungen und Überklettern. In Gebäuden, die von Kindern unter fünf Jahren genutzt werden können, darf eine Kugel von 100 mm durch keine Öffnung passen, und die Absturzsicherung darf nicht leicht überkletterbar sein: Waagerechte Riegel sind zu vermeiden.1
- Handläufe. Die Oberkante liegt 900–1.000 mm über der Lauflinie bzw. dem Boden, und Treppen ab 1.000 mm Breite brauchen beidseitig einen Handlauf. Der Handlauf darf den oberen Abschluss des Geländers bilden, wenn die Höhen passen.1
- Lasten. Die Absturzsicherung muss mindestens die Lasten nach BS EN 1991-1-1 mit britischem Nationalem Anhang und PD 6688-1-1 aufnehmen; BS 6180 enthält weitere Hinweise zu Geländern und Füllungen.1
Deutschland: Landesbauordnungen und DIN 18065
In Deutschland legen die Bauordnungen der Länder die Mindesthöhen der Umwehrungen fest, und die Treppennorm DIN 18065 ergänzt detaillierte Regeln für Treppen. Die folgenden Werte nennen ein Land als Beispiel; maßgeblich ist die Bauordnung des Landes, in dem Sie bauen.
- Höhe. Die Bauordnung Nordrhein-Westfalen (BauO NRW 2018, § 38) verlangt Umwehrungen überall dort, wo begehbare Flächen an mehr als 1 m tiefer liegende Flächen grenzen, mit einer Mindesthöhe von 0,90 m bei 1–12 m Absturzhöhe und 1,10 m darüber.2 Für Treppengeländer fasst der TÜV SÜD das Bauordnungsrecht ebenso zusammen: 0,90 m bis 12 m Absturzhöhe und 1,10 m darüber, auch in Wohngebäuden mit bis zu zwei Wohnungen.4 In Arbeitsstätten gilt nach Arbeitsschutzrecht mindestens 1,00 m.4
- Öffnungen und Überklettern. Nach TÜV SÜD darf der Abstand zwischen den Stäben eines Balkongeländers höchstens 12 cm betragen, damit kein Kinderkopf hindurchpasst; dasselbe gilt für den Freiraum unter dem Geländer. Viele Landesbauordnungen verbieten zudem waagerechte Elemente, die Kinder als Leiter nutzen könnten, und dieses Verbot gilt dann auch für Häuser ohne kleine Kinder.4
- Abstände an der Treppe. DIN 18065 begrenzt den Abstand zwischen Podest und Geländer auf 12 cm und, in Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen, den Abstand eines seitlich neben dem Lauf montierten Geländers zur Treppe auf 6 cm. Liegt das Geländer über dem Treppenlauf, muss seine Unterkante so tief liegen, dass ein Würfel mit 15 cm Kantenlänge nicht hindurchpasst.8
- Handläufe. DIN 18065 sieht eine Handlaufhöhe von 80–115 cm und eine Griffbreite von 2,5–6 cm vor. Für barrierefreie Gebäude verlangt DIN 18040 Handläufe in 85–90 cm Höhe, rund oder oval mit 3–4,5 cm Durchmesser, die mindestens 30 cm über das Treppenende hinausgeführt werden. Nach der Musterbauordnung brauchen Treppen ab drei Stufen feste, griffsichere Handläufe.9
Österreich: OIB-Richtlinie 4
In Österreich wenden die Bundesländer über ihre Bauvorschriften die OIB-Richtlinie 4 „Nutzungssicherheit und Barrierefreiheit“ an, derzeit in der Ausgabe Mai 2023.3 Ihre Regeln gehören zu den detailliertesten in Europa.
- Wo Absturzsicherungen nötig sind. An allen im gewöhnlichen Gebrauch zugänglichen Stellen mit einer Absturzhöhe ab 60 cm, wenn eine hohe Absturzgefahr besteht, jedenfalls aber ab 1,00 m Absturzhöhe.3
- Höhe. Mindestens 1,00 m, ab mehr als 12 m Absturzhöhe mindestens 1,10 m. Bei Wohnungstreppen genügen 90 cm. Gemessen wird von der Standfläche.3
- Überklettern. Zwischen 15 cm und 60 cm über Stufenvorderkante oder Standfläche dürfen keine waagerechten oder schrägen Elemente angeordnet sein, es sei denn, das Hochklettern wird erschwert, etwa durch Elemente, die höchstens 3 cm vorspringen, oder Öffnungen von höchstens 2 cm in der Vertikalen.3
- Öffnungen. Öffnungen in Absturzsicherungen dürfen zumindest in einer Richtung nicht größer als 12 cm sein. Unter einem Geländer über einer Standfläche darf höchstens ein Würfel mit 12 cm Kantenlänge hindurchpassen, neben einer Standfläche einer mit 7,5 cm. Bei offenen Setzstufen beträgt der lichte Abstand höchstens 12 cm.3
- Handläufe. Treppenläufe mit zwei oder mehr Stufen brauchen beidseitig formstabile, durchgängig gut greifbare Handläufe; einseitig genügt unter anderem in Gebäuden mit höchstens drei Wohnungen, in Reihenhäusern und bei Wohnungstreppen. Handläufe liegen in 85–90 cm Höhe oder bis zu 1,10 m, wenn sie den oberen Abschluss einer Absturzsicherung bilden.3
Rumänien und die Regeln im Vergleich
Gebäude in Rumänien werden nach nationalen technischen Vorschriften geplant, darunter die Planungsvorschrift für Zivilgebäude unter dem Gesichtspunkt der Nutzungssicherheit, NP 068-02, die 2002 genehmigt wurde.5 Geländerhöhen, Öffnungen und Lasten für ein rumänisches Projekt ergeben sich aus diesem Rahmen und vom Tragwerks- bzw. Objektplaner, der dafür verantwortlich zeichnet. Rumänische Zahlen nennen wir in diesem Beitrag nicht, und ein Zulieferer von Treppenteilen sollte sie auch nicht festlegen. Fragen Sie den Planer nach Höhen, Öffnungsgrenzen und Lastkategorie, und lassen Sie bestätigen, dass die verwendete Fassung der Vorschrift aktuell ist.
Diagramm und Tabelle stellen die drei Regelwerke nebeneinander. Sie dienen der Orientierung und ersetzen nicht die Dokumente selbst.
Daten anzeigen
| England (ADK) | Deutschland (BauO NRW) | Österreich (OIB-RL 4) | |
|---|---|---|---|
| Treppe innerhalb der Wohnung | 900 mm | 900 mm | 900 mm |
| Balkon- oder Terrassenkante | 1.100 mm | 900 mm | 1.000 mm |
Deutschland: Werte für Nordrhein-Westfalen; andere Länder können abweichen. England: 1.100 mm gelten für Außenbalkone und Dachränder von Einfamilienhäusern. Quelle: Approved Document K (2013), diagram 3.1, single-family dwellings; BauO NRW 2018 § 38 and TÜV SÜD summary of the state codes; OIB-Richtlinie 4 (2023), point 4.2.1.
| Regel | England (ADK 2013) | Deutschland (LBO, DIN 18065) | Österreich (OIB-RL 4, 2023) |
|---|---|---|---|
| Absturzsicherung ab | mehr als 600 mm Absturzhöhe (Wohnhäuser) | mehr als 1 m Absturzhöhe | 60 cm bei hoher Gefahr, jedenfalls ab 1,00 m |
| Höhe an sonstigen Kanten | 1.100 mm (Außenbalkone von Häusern) | 0,90 m bis 12 m Absturzhöhe (NRW) | 1,00 m |
| Absturzhöhe über 12 m | kein eigener Wert für Wohnhäuser | 1,10 m | 1,10 m |
| Öffnungen | 100-mm-Kugel darf nicht passieren (Kinder unter fünf) | 12 cm (Balkone, viele Länder) | max. 12 cm zumindest in einer Richtung |
| Überklettern | waagerechte Riegel vermeiden | viele Länder verbieten leiterartige waagerechte Elemente | keine waagerechten oder schrägen Elemente 15–60 cm über Stufe oder Standfläche, außer Hochklettern wird erschwert |
| Handlaufhöhe | 900–1.000 mm über der Lauflinie | 80–115 cm; barrierefrei 85–90 cm (DIN 18040) | 85–90 cm; bis 1,10 m als oberer Abschluss |
| Handläufe erforderlich | beidseitig ab 1.000 mm Treppenbreite | ab drei Stufen (MBO) | beidseitig ab zwei Stufen; einseitig in kleinen Wohngebäuden |
Rumänien: Höhen, Öffnungen und Lasten legt der Planer nach den nationalen Vorschriften (NP 068-02) fest; hier nicht aufgeführt. Quelle: Approved Document K (2013) paras 1.34–1.41, 3.2–3.3; BauO NRW 2018 § 38; TÜV SÜD; BauNetz Wissen (DIN 18065, DIN 18040, MBO); OIB-Richtlinie 4 (2023) points 3.2.6 and 4.1–4.2.
Lasten: was ein Holzgeländer tragen muss
Ein Geländer muss eine Person halten, die sich anlehnt, dagegendrückt oder dagegenfällt. Die Bemessung folgt in Europa der EN 1991-1-1, die je Nutzungskategorie eine charakteristische horizontale Linienlast auf Brüstungen und Geländer vorsieht, die Holmlast qk in Kilonewton pro Meter. Die Werte legt jedes Land in seinem Nationalen Anhang fest.6
Zwei Beispiele zeigen die Spanne. Der dänische Nationale Anhang setzt 0,5 kN/m für Wohnflächen (Kategorie A) sowie für Büros und Flächen mit Tischen (B und C1) an, 1,0 kN/m für Flächen, auf denen Menschen sich versammeln oder in größerer Zahl bewegen, etwa Säle mit fester Bestuhlung, Verkehrsflächen und Läden (C2–C4 und D), 2,0 kN/m für Lagerflächen (E) und 3,0 kN/m, wo große Menschenmengen zusammenkommen (C5).6 Für Deutschland fasst BauNetz Wissen die Praxis so zusammen: 1,0 kN/m in öffentlich zugänglichen Bereichen, bzw. 2,0 kN/m bei höheren Anforderungen, und 0,5 kN/m in nicht öffentlichen Bereichen.10 England verwendet den britischen Nationalen Anhang und PD 6688-1-1, wie das Approved Document K festhält.1
Bei einem Holzgeländer ist selten der Handlauf das kritische Bauteil. Kritisch sind der Pfosten und sein Anschluss: Ein 1 m hoher Pfosten, gegen den oben gedrückt wird, wirkt als Hebel auf seinen Fuß, und die Befestigung in Treppe, Boden oder Betondecke muss dieses Moment aufnehmen. Die EN 16481, die europäische Bemessungsnorm für Holztreppen, nennt Pfosten und Geländer ausdrücklich unter den tragenden Bauteilen.11 Bei allem, was über eine übliche Wohnhaustreppe hinausgeht, sollten Pfosten, Befestigungen und Spannweiten statisch nachgewiesen werden, und der Statiker wird fragen, woran die Pfosten befestigt sind.
Welches Holz für Geländer und Handlauf
Innen geht es um Härte, Formstabilität und Optik. Ein Handlauf wird tausendfach angefasst und beim Umzug von Möbeln gestoßen; harte, feinporige Hölzer altern hier am besten.
- Eiche ist die klassische Wahl und passt zu Eichenstufen und -böden. Europäische Eiche erreicht im Janka-Härtetest etwa 4.980 N.12
- Buche ist härter, etwa 6.460 N, glatt und gleichmäßig und lässt sich gut beizen und lackieren, weshalb sie oft für gebeizte oder deckend lackierte Stäbe und Handläufe gewählt wird. Sie arbeitet bei wechselnder Luftfeuchte stärker als Eiche.12
- Esche, etwa 6.580 N, ist hart, zäh und hell, mit einer lebhaften, eichenähnlichen Maserung.12
Außen entscheidet die natürliche Dauerhaftigkeit, denn Terrassen- und Balkongeländer werden über Jahrzehnte nass und trocknen wieder. Ohne Holzschutzmittel sollten nur das Kernholz dauerhafter Holzarten oder modifiziertes Holz eingesetzt werden.
| Holzart | Klasse DIN EN 350 | Außengeländer |
|---|---|---|
| Robinie | 1–2 | geeignet (Kernholz) |
| Europäische Eiche | 2 (2–4) | geeignet (Kernholz) |
| Europäische Lärche | 3–4 | bei guter Konstruktion und Pflege |
| Esche | 5 | nur als Thermoesche |
| Buche | 5 | unbehandelt nicht geeignet |
Quelle: Classes: GD Holz, Holz vom Fach, Holz-ABC (DIN EN 350). Suitability column: SARAL guidance.
Große Querschnitte brauchen Sorgfalt. Das US Forest Products Laboratory (FPL) empfiehlt, große Bauteile wie Treppenpfosten, Wangen und Handläufe aus vergleichsweise kleinen Stücken aufzubauen; das hält sie gerade und begrenzt Risse, während sich das Holz an den Raum anpasst.13 Verleimte Pfosten und Handläufe aus mehreren Lamellen sind daher eine technische Entscheidung, kein Sparkompromiss. Der Vergleich Eiche, Buche und Esche geht auf die Holzarten genauer ein.

Handlauf: Form, Höhe und Griff
Ein Handlauf nützt nur, wenn sich die Hand um ihn schließen kann. Am strengsten sind die Regeln für öffentliche und barrierefreie Gebäude.
- England. Für Gebäude, die keine Wohnhäuser sind, zeigt das Approved Document K einen runden Handlauf mit 32–50 mm Durchmesser oder einen nicht runden Handlauf von 50 mm Breite und 39 mm Höhe mit Kantenradien von mindestens 15 mm, bei mindestens 50 mm Abstand zur Wand. Die Enden sind so auszubilden, dass sich Kleidung nicht verfängt.1
- Deutschland. DIN 18065 verlangt eine Griffbreite von 2,5–6 cm, DIN 18040 in barrierefreien Gebäuden runde oder ovale Handläufe mit 3–4,5 cm Durchmesser. BauNetz Wissen nennt mindestens 5 cm lichten Abstand zu Wänden und Pfosten.9
- Österreich. Handläufe müssen formstabil und durchgängig gut greifbar sein, in 85–90 cm Höhe; in barrierefreien Gebäuden werden sie 30 cm über die erste und letzte Stufe hinausgeführt.3

In der Praxis passt ein runder oder pilzförmiger Querschnitt, etwa so dick wie ein Besenstiel, den meisten Händen, und ein rechteckiger Handlauf mit großzügig gerundeten Kanten wirkt moderner. Vermeiden Sie breite, flache Handläufe an Treppen: Sie sehen in der Zeichnung gut aus, bieten aber keinen Halt, wenn jemand stolpert.
Verbindungen, Pfosten und Befestigung
Die meisten Schäden an Holzgeländern entstehen an den Verbindungen, nicht im Holz. Einige Grundsätze decken die meisten Treppen ab.
- Pfosten brauchen eine formschlüssige, mechanische Verbindung zum Tragwerk: verschraubt oder verzapft in der Wange oder mit einem durchgeschraubten bzw. verankerten Fuß auf Beton. Leim allein ist keine Pfostenbefestigung.
- Handlauf an Pfosten wird meist mit Zapfen oder einer verdeckten Handlaufverbindungsschraube angeschlossen, die die Fuge zusammenzieht. Handlaufstöße werden ebenso ausgeführt, möglichst außerhalb des Bereichs, in dem die Hand gleitet.
- Stäbe werden in Handlauf und Untergurt oder in die Stufen eingesetzt, in Bohrungen oder in eine Nut mit Füllstücken dazwischen. Der Abstand muss die Öffnungsregel einhalten, und die Füllstücke machen ihn wiederholbar.
- Leimfugen in verleimten Pfosten und Handläufen müssen den Feuchteschwankungen eines beheizten Hauses gewachsen sein, außen müssen sie witterungsbeständig sein. Fragen Sie nach der Beanspruchungsgruppe des Klebstoffs, wie in unserem Leitfaden zu Holzleim für Laubholz erklärt.
- Holzfeuchte. Geländerteile für innen sollten mit der Feuchte eingebaut werden, die sie später haben, im Mittel etwa 8 % in beheizten Räumen, einzelne Teile zwischen 6 % und 10 %.13 Ein feucht eingebauter Drechselstab schwindet in seiner Bohrung und beginnt zu klappern.
An Treppen werden Geländer und Stufen gemeinsam geplant. Unser Leitfaden zu Treppenstufen aus Eiche behandelt Geometrie, Holzfeuchte und Oberflächen für dieselben Treppen.

Holzgeländer außen: Terrasse und Balkon
Ein Terrassen- oder Balkongeländer ist Außenbauteil, und Wasser ist sein Gegner. Drei Details entscheiden über die Lebensdauer.
- Hirnholz. Flüssiges Wasser dringt über das Hirnholz 10- bis 100-mal schneller ein als über die anderen Flächen. Bei einem vom FPL untersuchten Verandageländer, das nach 25 Jahren abgebaut wurde, waren alle Stäbe, deren Hirnholz vor der Montage grundiert worden war, einwandfrei, die Stäbe ohne grundiertes Hirnholz am Fuß dagegen verfault.7 Versiegeln Sie jedes Schnittende vor der Montage, und halten Sie den Fuß jedes Stabes und Pfostens von der Belagsoberfläche fern.
- Wasser ableiten. Obere Holme sollten geneigt oder gerundet sein, damit Wasser abläuft, und Verbindungen dürfen keine Taschen bilden, in denen Wasser steht. Das FPL zeigt Fäulnis und abblätternde Farbe an einem Geländer, das Wasser einschloss, und hält fest, dass das Grundieren aller Flächen vor der Montage den Schaden verringert hätte.7
- Oberfläche und Bewitterung. Unbeschichtetes Holz vergraut und erodiert um etwa 6 mm pro Jahrhundert. Eindringende Anstriche sind leicht zu erneuern, halten außen aber unter Umständen nur etwa zwei Jahre; filmbildende Beschichtungen halten länger, müssen aber gepflegt werden, bevor sie versagen.7

Verwenden Sie außen Befestigungsmittel aus Edelstahl. Eiche ist sauer, mit einem pH-Wert von etwa 3,9, und Eisen auf nasser Eiche verursacht blauschwarze Verfärbungen und korrodiert.14 Und denken Sie daran, dass die Regeln für Absturzsicherungen auch draußen gelten: Eine Terrasse mit Absturzkante braucht dieselben Höhen und Öffnungsgrenzen wie ein Balkon.
So fertigen wir Geländerstäbe und Handläufe bei SARAL
Checkliste für die Bestellung von Geländern und Handläufen
- Land und Regelwerk: wo die Treppe gebaut wird, Gebäudeart und wer die Planung verantwortet.
- Höhen und Öffnungen: Geländerhöhe, Handlaufhöhe und maximale Öffnung aus den Plänen des Planers.
- Last und Pfostenbefestigung: Nutzungskategorie oder Holmlast, Pfostenabstand und Untergrund der Befestigung.
- Holzart und Sortierung: Eiche, Buche oder Esche innen; dauerhaftes Kernholz oder modifiziertes Holz außen.
- Aufbau: massive oder verleimte Pfosten und Handläufe, durchgehende oder keilgezinkte Lamellen.
- Profile: Handlaufquerschnitt, Stabquerschnitt oder Drechselzeichnung, Pfostenkappen und Enden; Zeichnungen oder DXF-Dateien.
- Holzfeuchte bei Lieferung: etwa 8 % für beheizte Innenräume, mit Toleranz.13
- Oberfläche: roh, geölt oder lackiert; bei Außenteilen Hirnholz vor der Montage versiegelt.
- Verpackung: Teile je Treppe beschriftet und für den Transport geschützt.
Häufige Fragen
Wie hoch muss ein Treppengeländer sein?
Das hängt vom Land ab. In einem englischen Wohnhaus 900 mm an Treppen und Podesten; in Österreich 90 cm an Wohnungstreppen und sonst 1,00 m; in Deutschland nach den Landesbauordnungen 0,90 m bis 12 m Absturzhöhe.1,3,4 In Rumänien legt der Planer die Höhe nach der nationalen Vorschrift fest.5
Welcher Abstand zwischen Geländerstäben ist erlaubt?
In England darf eine 100-mm-Kugel nicht hindurchpassen, wo Kinder unter fünf Jahren das Gebäude nutzen können. In Österreich dürfen Öffnungen zumindest in einer Richtung nicht größer als 12 cm sein, und viele Bundesländer wenden ebenfalls 12 cm an.1,3,4
Eignet sich ein Holzgeländer für Terrasse und Balkon?
Ja, aus dauerhaftem Kernholz wie Eiche oder Robinie oder aus modifiziertem Holz, mit versiegeltem Hirnholz, wasserableitenden Flächen und Edelstahlbefestigung.7,14 Es muss dieselben Höhen- und Öffnungsregeln erfüllen wie jede andere Absturzsicherung.
Welches Holz ist am besten für einen Handlauf?
Innen eignen sich Eiche, Buche und Esche: Buche und Esche sind härter, Eiche arbeitet weniger und passt zu Eichenböden.12 Außen gehört dauerhaftes Kernholz hin. Große Handläufe und Pfosten werden am besten aus verleimten Lamellen aufgebaut.13
In welcher Höhe wird der Handlauf montiert?
In England 900–1.000 mm über der Lauflinie. In Deutschland 80–115 cm nach DIN 18065 oder 85–90 cm in barrierefreien Gebäuden. In Österreich 85–90 cm.1,3,9

