Hände messen ein gedrechseltes Holzteil mit einem digitalen Messschieber auf einem Holztisch

Die meisten Probleme mit Massivholzteilen beginnen in der Angebotsanfrage. Dieser Leitfaden zeigt, was Sie festlegen sollten, von Holzart und Sortierung über Holzfeuchte, Leimklasse und Toleranzen bis zu Unterlagen, Verpackung und Prüfung, mit einer Anfragevorlage und den wichtigsten Warnsignalen.

Warum die Anfrage über die Qualität der Teile entscheidet

Eine Angebotsanfrage ist mehr als eine Preisfrage. Bei Massivholzteilen wie Stuhlbeinen, Rahmen, Tischplatten, Fronten oder Treppenteilen ist sie die erste Fassung der Spezifikation und oft die einzige, die der Lieferant vor seinem Angebot sieht. Holz ist ein Naturstoff mit Ästen, Farbunterschieden und feuchtebedingtem Arbeiten. Sagt die Anfrage nicht, was zulässig ist, entscheidet jeder Lieferant für Sie und kalkuliert, was er angenommen hat.

Eine gute Anfrage macht Angebote vergleichbar, verhindert Streit und verkürzt die Entwicklung. Dieser Leitfaden geht Abschnitt für Abschnitt durch, was zu spezifizieren ist, liefert eine fertige Struktur für die Anfrage und nennt die Warnsignale, auf die Sie bei den Antworten achten sollten. Er richtet sich an Möbelhersteller, Tischlereien und Einkäufer, die Laubholzteile beziehen, ob aus Rumänien oder anderswo.

Das Teil definieren, bevor Sie nach dem Preis fragen

Zeichnungen, Modelle und Referenzmuster

Schicken Sie eine bemaßte Zeichnung mit Nummer und Revisionsstand, dazu ein 3D-Modell (STEP o. Ä.), wenn das Teil Rundungen oder CNC-Bearbeitung hat. Kommt es auf das Aussehen an, legen Sie ein Referenzmuster oder kommentierte Fotos bei, die zeigen, was zulässig ist und was nicht. Ein physisches Muster, das beide Seiten aufbewahren und unterschreiben, ist mehr wert als eine Seite Adjektive.

Mengen und Abrufe

Nennen Sie Jahresmenge, voraussichtliche Abrufgröße, ersten Liefertermin und ob es sich um ein Einzelstück, einen Versuch oder ein laufendes Serienteil handelt. Der Stückpreis hängt stark von der Losgröße ab, weil sich die Rüstzeit an Optimierungssäge, Kehlmaschine und CNC auf das Los verteilt.

Konstrukteur modelliert ein Möbelstück im CAD bei SARAL
Ein CAD-Modell bei SARAL. Ein 3D-Modell mit Zeichnungsnummer und Revisionsstand beseitigt den Großteil der Unklarheiten einer Anfrage.

Sichtflächen und Faserrichtung

Kennzeichnen Sie in der Zeichnung, welche Flächen am fertigen Produkt sichtbar sind, welche verdeckt und welche verleimt oder abgedeckt werden. Die Faserrichtung ist für Festigkeit und Optik wichtig: Bei Stuhlbein, Zarge oder Steg muss die Faser in Längsrichtung laufen, weil Holz quer zur Faser viel weniger fest ist als längs. Ist der Faserverlauf kritisch, geben Sie eine Grenze an oder fragen Sie, wie der Lieferant ihn beim Zuschnitt und Optimieren kontrolliert.

Holzart und Sortierung

Die Art nennen, nicht nur die Gattung

„Eiche“ umfasst Dutzende Arten. Für europäische Eiche schreiben Sie Quercus robur und/oder Q. petraea, für Buche Fagus sylvatica, für Esche Fraxinus excelsior. Auch das EUDR-Informationssystem verlangt die Angabe auf Artebene, wie unser EUDR-Beitrag erklärt. Geben Sie an, ob gedämpfte oder ungedämpfte Buche gewünscht ist und ob Rotkern bei Buche oder Splint bei Eiche auf Sichtflächen zulässig ist.

Sortierung nach Aussehen

Für Schnittholz aus Eiche und Buche legt EN 975-1 Sortierklassen nach Größe und Anzahl von Merkmalen wie Ästen, Rissen und Farbe fest.3 Wer eine Klasse nennt, etwa Q-F 2 für Eichenfriese, gibt beiden Seiten dasselbe Regelwerk. Unser Beitrag zur Schnittholzsortierung erklärt die Klassen und den Vergleich mit den amerikanischen NHLA-Sortierungen. Für fertige Teile schreiben viele Einkäufer eigene Sortierblätter je Fläche: welche Flächen sichtbar sind, welche Merkmale dort in welcher Größe zulässig sind.

Die Sortierung wirkt doppelt auf den Preis: Höhere Klassen kosten mehr je Kubikmeter, niedrigere ergeben weniger brauchbare Teile. In US-Studien zu Zuschnittanlagen lag die Ausbeute an brauchbaren Teilen zwischen etwa 81 % bei Roteiche der besten Sortierung (FAS) und 41–50 % bei No. 2A Common.13 Wer für eine hohe Sortierung einen niedrigen Preis bietet, hat entweder eine günstige Quelle oder eine andere Sortierung im Kopf.

Holzfeuchte: Zielwert, Toleranz und Messverfahren

Die Holzfeuchte ist die häufigste Fehlerquelle bei Massivholzteilen. Laubholz für Möbel, Schränke und Innenausbau wird normalerweise auf 6–8 % technisch getrocknet, nahe an der Ausgleichsfeuchte eines beheizten Raums.1 Eine Anfrage sollte drei Dinge festlegen:

  • Zielwert und Toleranz: etwa 8 % ± 2 % und ob jedes Stück oder nur der Mittelwert der Lieferung sie einhalten muss.
  • Verfahren: Darrprobe nach EN 13183-1 oder elektrisches Widerstandsmessgerät nach EN 13183-2 mit Holzartenkorrektur.2 EN 14298 beschreibt die Beurteilung der Trocknungsqualität einer Partie, einschließlich der Streuung zwischen den Stücken.14
  • Zeitpunkt: beim Versand, beim Wareneingang oder beides. Unverpacktes Holz nimmt bei Transport und Lagerung Feuchte auf.

Unser Beitrag zur Holzfeuchte erklärt, wie Sie den Zielwert für das Klima am Einsatzort wählen.

6–8 %übliche Zielholzfeuchte für Möbel-Laubholz1
0,062 mg/m³Formaldehydgrenzwert für Möbel seit 6. August 20268
5 JahreAufbewahrungsfrist für EUDR-Aufzeichnungen nachgelagerter Marktteilnehmer7

Aufbau: massiv, verleimt oder keilgezinkt

Geben Sie an, ob ein Teil aus einem Stück sein muss oder verleimt sein darf. Breite Teile werden meist aus Lamellen verleimt, die durchgehend oder keilgezinkt sein können. Beides ist fachgerecht; die Varianten unterscheiden sich in Optik, Preis und Ausbeute. Sind Keilzinken auf Sichtflächen nicht zulässig, schreiben Sie das hinein. Für Massivholzplatten legt EN 13353 Anforderungen fest, unter anderem an Maßtoleranzen, Holzfeuchte bei Auslieferung, Verklebungsqualität und Formaldehydabgabe.15

Spezifizieren Sie den Leim nach Leistungsklasse, nicht nach Marke. EN 204 teilt nichttragende Holzklebstoffe nach Beständigkeit in D1 bis D4 ein: D1 für Innenräume mit höchstens 15 % Holzfeuchte bis D4 für Innenräume mit häufiger, lang anhaltender Wassereinwirkung und für den Außenbereich mit angemessenem Oberflächenschutz.4 Küchen- und Badmöbel entsprechen typischerweise den für D3 beschriebenen Bedingungen, Gartenmöbel den für D4 beschriebenen. Ist der Leim formaldehydbasiert, muss das fertige Teil trotzdem den REACH-Grenzwert einhalten.8

Maße und Toleranzen

Holz ändert seine Maße mit der Feuchte; eine Toleranz ist daher nur zusammen mit der Holzfeuchte bei der Messung aussagekräftig. Für Laubschnittholz legt EN 1313-2 zulässige Abweichungen und Vorzugsmaße fest.16 Für bearbeitete Teile gibt es keine allgemeine Norm, die Sie einfach zitieren können: Die Zeichnung muss die für die Montage wichtigen Toleranzen angeben, etwa Zapfendicke, Bohrungspositionen und Gesamtlänge, und anderswo größere zulassen. Enge Toleranzen überall machen Teile teuer, aber nicht besser.

Vereinbaren Sie, wie gemessen wird: mit welchem Messmittel, bei welcher Temperatur und Luftfeuchte und wie viele Teile je Los. Ein Erstmusterprüfbericht, in dem jedes Maß der Zeichnung an den ersten Serienteilen gemessen ist, erledigt die meisten Streitfälle, bevor sie entstehen.

Oberfläche und Behandlung

Geben Sie an, ob die Teile roh, geschliffen oder oberflächenbehandelt geliefert werden. Bei geschliffenen Teilen nennen Sie die letzte Körnung und ob Kanten gebrochen werden (mit welchem Radius). Bei behandelten Teilen nennen Sie das System (Öl, Hartwachsöl, Wasser- oder PU-Lack), den Glanzgrad und die Farbreferenz und legen ein unterschriebenes Farbmuster bei. Fragen Sie, wie die Oberfläche geprüft wird und was sie abgibt: Nach REACH-Eintrag 77 dürfen Möbel und Holzerzeugnisse, die nach dem 6. August 2026 in Verkehr gebracht werden, in der Referenzprüfkammer höchstens 0,062 mg/m³ Formaldehyd abgeben.8

Nachweise und Dokumente

EUDR

Für die meisten Unternehmen gilt die EU-Entwaldungsverordnung für Holzerzeugnisse ab dem 30. Dezember 2026. Wenn Sie Teile aus Holz kaufen, das bereits von einer Sorgfaltserklärung abgedeckt ist, sind Sie in der Regel nachgelagerter Marktteilnehmer: Sie bewahren Namen von Lieferanten und Kunden sowie die Referenznummern der Erklärungen fünf Jahre lang auf.7 Machen Sie die Referenznummer zu einer Zeile auf jedem Lieferschein.

Prüfberichte

Für Stühle und andere Sitzmöbel fordern Sie Prüfberichte nach EN 12520 (Wohnbereich) oder EN 16139 (Objektbereich, inzwischen Ausgabe 2025) an, die genau das Produkt und die Prüfstufe nennen.5,6 Ein Bericht für ein anderes Modell oder ein alter Bericht für eine andere Konstruktion beweist wenig.

Zertifikate

Wenn FSC- oder PEFC-zertifiziertes Material verlangt ist, lassen Sie sich die Zertifikatsnummer geben und prüfen Sie sie selbst in der öffentlichen FSC-Zertifikatssuche oder der PEFC-Datenbank.9,10 Prüfen Sie, ob das Zertifikat gültig ist und sein Geltungsbereich die gekauften Produkte und Holzarten abdeckt. Ein Logo auf der Website ist kein Zertifikat.

Welche Unterlagen Sie anfordern sollten und was sie belegenMit dem Angebot anfordern, nicht nach der Lieferung
UnterlageWas sie zeigtGrundlageAchten Sie auf
FeuchteberichtHolzfeuchte der Partie und Streuung zwischen den StückenEN 13183-1/-2, EN 14298Nur Mittelwert, kein Verfahren, lange vor Versand gemessen
SortiernachweisSortierklasse der SichtflächenEN 975-1 oder vereinbartes Sortierblatt„A-Qualität“ ohne genannte Regel
LeimerklärungLeimart und BeanspruchungsgruppeEN 204 (D1–D4)Ein Markenname ohne Klasse
FormaldehydnachweisEmission des fertigen ErzeugnissesREACH Anhang XVII Eintrag 77, Anlage 14Ein E1-Plattenetikett statt eines Nachweises für das fertige Produkt
EUDR-AngabenMarktteilnehmer und Referenznummer der SorgfaltserklärungVerordnung (EU) 2023/1115, geändert durch 2025/2650Keine Referenznummer auf dem Lieferschein
Prüfbericht SitzmöbelFestigkeit und Dauerhaltbarkeit eines bestimmten ModellsEN 12520 oder EN 16139Bericht für ein anderes Modell oder eine ältere Konstruktion
FSC- oder PEFC-ZertifikatProduktkette für zertifiziertes MaterialÖffentliche FSC- und PEFC-DatenbankenNummer nicht auffindbar, abgelaufen oder Geltungsbereich passt nicht
ISPM-15-KennzeichnungHitzebehandelte HolzverpackungISPM 15Ungekennzeichnete Paletten bei Lieferungen außerhalb der EU

Quelle: SARAL summary of EN 13183, EN 14298, EN 975-1, EN 204, EN 12520, EN 16139, Commission Regulation (EU) 2023/1464, Regulation (EU) 2025/2650 and ISPM 15.

Verpackung, Kennzeichnung und Transport

Massivholzteile brauchen Schutz vor Feuchte und vor Beschädigung an Kanten und behandelten Flächen. Legen Sie Verpackung (Palettentyp, Folierung, Kantenschutz, Höchstgewicht je Palette), Etiketten (Teilenummer, Revision, Menge, Charge, EUDR-Referenz) und Stapelweise fest. Gehen Teile auf Holzpaletten oder in Kisten in Länder außerhalb der EU, muss die Verpackung in der Regel ISPM 15 erfüllen: eine Hitzebehandlung auf mindestens 56 °C für 30 Minuten ohne Unterbrechung im gesamten Holzquerschnitt oder eine andere zugelassene Behandlung.17

Vereinbaren Sie die Incoterms-Klausel in der Anfrage, nicht erst in der Auftragsbestätigung. Sie regelt, wer den Transport organisiert und bezahlt, wer die Ausfuhr- und Einfuhrabfertigung übernimmt und wo die Gefahr übergeht. Bei EXW erledigt der Käufer fast alles; bei DAP liefert der Verkäufer an den benannten Ort und trägt die Gefahr bis dahin; bei DDP übernimmt der Verkäufer zusätzlich die Einfuhrabfertigung und zahlt die Abgaben.11

Fünf Incoterms-2020-Klauseln im VergleichKlauseln für alle Transportarten, nach der Zusammenfassung von HMRC
KlauselDer Verkäufer liefert, wenn die Ware…Haupttransport organisiertGefahrübergang auf den Käufer
EXW Ab Werkbeim Verkäufer oder an einem anderen benannten Ort zur Verfügung gestellt wird, nicht verladenKäuferSobald die Ware zur Verfügung gestellt ist
FCA Frei Frachtführeram benannten Ort dem vom Käufer benannten Frachtführer übergeben wirdKäuferAm benannten Lieferpunkt
DAP Geliefert benannter Ortam Bestimmungsort entladebereit auf dem ankommenden Fahrzeug zur Verfügung stehtVerkäuferAm Bestimmungsort, vor dem Entladen
DPU Geliefert benannter Ort entladenam Bestimmungsort entladen zur Verfügung stehtVerkäuferAm Bestimmungsort, nach dem Entladen
DDP Geliefert verzolltwie bei DAP und zur Einfuhr abgefertigt istVerkäuferAm Bestimmungsort; der Verkäufer zahlt auch die Einfuhrabgaben

Bei EXW muss der Verkäufer die Ware weder verladen noch zur Ausfuhr abfertigen. Bei DDP fertigt der Verkäufer Aus- und Einfuhr ab und zahlt die Abgaben. Quelle: HM Revenue & Customs, Customs valuation: Incoterms (GOV.UK guidance), summarising ICC Incoterms 2020.

Muster, Erstmuster und Wareneingangsprüfung

Trennen Sie drei Stufen. Entwicklungsmuster zeigen, dass der Lieferant das Teil verstanden hat; sie dürfen von Hand gefertigt sein. Erstmuster stammen von den Maschinen und aus den Prozessen der Serie und werden gegen jedes Maß der Zeichnung geprüft. Serienlieferungen werden danach stichprobenartig geprüft.

Für die Stichprobenprüfung ist ISO 2859-1 die übliche Grundlage. Sie legt Stichprobenpläne fest, die nach einer annehmbaren Qualitätsgrenzlage (AQL) geordnet sind: Aus Losgröße und Prüfniveau ergibt sich, wie viele Teile zu prüfen sind und wie viele Fehler zulässig sind, bevor das Los zurückgewiesen wird.12 Vereinbaren Sie die AQL je Fehlerart, etwa strenger für Maßfehler, die die Montage verhindern, als für kleine optische Merkmale.

Worauf Sie beim Werksbesuch achten sollten

Ein Besuch sagt mehr als jeder Fragebogen. Sehen Sie sich an, wie das Holz nach der Trocknung gelagert wird und ob die Stapel abgedeckt sind. Lassen Sie sich Trocknungsprotokolle und Feuchtemessungen der letzten Partien zeigen. Beobachten Sie, wie Schnittregeln und Fehlerlisten an den Optimierungssägen eingestellt werden, wie Leim angemischt, aufgetragen und gepresst wird und ob Presszeiten und Temperaturen aufgezeichnet werden. Fragen Sie, wie Erstmuster- und Zwischenprüfungen dokumentiert und wie fertige Teile verpackt werden. Verlangen Sie jeweils den Nachweis, nicht die Beschreibung.

Touchscreen einer Optimierungs-Kappsäge bei SARAL
Das Bedienfeld einer Optimierungs-Kappsäge bei SARAL. Zuschnittlisten und Fehlerregeln in solchen Maschinen entscheiden, wie aus einem Sortierblatt reale Teile werden.

Eine Struktur für Ihre Anfrage

Die folgende Tabelle ist eine Vorlage, die Sie in Ihr eigenes Anfragedokument übernehmen können. Jede Zeile sollte beantwortet sein, bevor ein Lieferant einen vergleichbaren Preis nennen kann.

Vorlage: Angebotsanfrage für Massivholzteile aus LaubholzÜbernehmen Sie die Abschnitte in Ihre Anfrage; die Beispiele sind Illustrationen, keine Empfehlungen
#AbschnittWas festzulegen istBeispiel
1Projekt und MengenJahresmenge, Abrufgröße, erster Liefertermin, Einzelstück, Versuch oder Serie3.000 Beine pro Jahr in vier Abrufen, erste Lieferung in KW 10
2TeiledefinitionZeichnungsnummer und Revision, 3D-Modell, unterschriebenes ReferenzmusterZeichnung 1042-03 Rev. C, STEP-Datei, von beiden Seiten unterschriebenes Muster
3HolzartBotanischer Name, gedämpft oder ungedämpft, Farbregeln für SichtflächenFagus sylvatica, gedämpft, kein Rotkern auf Sichtflächen
4SortierungSortierregel und Klasse oder eigenes Sortierblatt je FlächeEN 975-1, Eichenfriese Q-F 2 auf Sichtflächen
5HolzfeuchteZielwert, Toleranz, je Stück oder Mittelwert, Verfahren, Messzeitpunkt8 % ± 2 % je Stück, EN 13183-2, beim Versand
6AufbauAus einem Stück, verleimt oder keilgezinkt; wo Verbindungen zulässig sindVerleimt, durchgehende Lamellen auf Sichtflächen
7LeimBeanspruchungsgruppe; formaldehydbasiert oder nichtEN 204 D3, formaldehydfrei
8MaßeFunktionsmaße mit Toleranz und die Holzfeuchte, für die sie geltenZapfen 10 mm +0/−0,2 mm, gemessen bei 8 % Holzfeuchte
9OberflächeRoh, geschliffen oder behandelt; Körnung, Kantenradius, System, Glanzgrad, FarbmusterGeschliffen mit Körnung 180, Kanten R2, unbehandelt
10UnterlagenFeuchtebericht, Sortierung, Leimklasse, Formaldehydnachweis, EUDR-Referenz, Prüfberichte, ZertifikateReferenznummer der Sorgfaltserklärung auf jedem Lieferschein
11Verpackung und EtikettenPalette, Folierung, Kantenschutz, Etiketten, Höchstgewicht; ISPM 15 außerhalb der EUFolierte Paletten, Etikett mit Teilenummer, Revision, Charge und EUDR-Referenz
12LieferbedingungenIncoterms-2020-Klausel und benannter Ort, Lieferzeit, AbrufvorlaufFCA Werk des Lieferanten oder DAP Lager des Käufers
13PrüfungEntwicklungsmuster, Erstmusterprüfbericht, Stichprobenplan und AQL je FehlerartErstmusterprüfbericht an fünf Teilen; AQL je Fehlerklasse vereinbart
14KaufmännischesWährung, Preisbindung, Zahlungsziel, GleitklauselnPreise in EUR, sechs Monate gültig

Quelle: SARAL template. Standards named: EN 975-1 (class names as summarised by French Timber and APECF, 2012), EN 13183, EN 204, ISO 2859-1; Incoterms 2020 (ICC).

Warnsignale bei den Antworten

  • „Technisch getrocknet“ ohne Zahl. Fragen Sie nach Zielwert, Toleranz und Verfahren. Wer nicht antworten kann, misst wahrscheinlich nicht.
  • Keine Rückfragen. Ein guter Lieferant fragt nach Sichtflächen, Faserrichtung, Toleranzen und Mengen. Schweigen heißt oft, dass die Anfrage nicht genau gelesen wurde.
  • Ein Preis weit unter den anderen für dieselbe Sortierung. Prüfen Sie, ob Sortierung, Holzfeuchte und Aufbau (keilgezinkt statt durchgehend) wirklich gleich sind.
  • Zertifikate, die Sie nicht finden. Steht die Nummer nicht in der FSC- oder PEFC-Datenbank oder deckt der Geltungsbereich Ihr Produkt nicht ab, ist die Angabe nicht verwendbar.9,10
  • Eine USt-IdNr., die sich nicht bestätigen lässt. Prüfen Sie die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer eines EU-Lieferanten vor der ersten Rechnung im VIES-Dienst der Kommission.18
  • Prüfberichte für ein anderes Produkt. Berichte für Sitzmöbel müssen das gekaufte Modell nennen.5,6
  • Keine Erstmuster von Serienmaschinen, kein Werksbesuch. Handgefertigte Entwicklungsmuster beweisen den Serienprozess nicht.
  • Vage Antworten zur EUDR. Fragen Sie ab dem 30. Dezember 2026, wer Marktteilnehmer ist und wie die Referenznummern zu Ihnen kommen.7

Wie wir bei SARAL mit Anfragen umgehen

Häufige Fragen

Was gehört in eine Angebotsanfrage für Holzteile?

Zeichnungen mit Revisionsstand, Mengen und Abrufe, Holzart und Sortierung, Zielholzfeuchte mit Toleranz und Messverfahren, Aufbau (massiv, verleimt oder keilgezinkt) und Leimklasse, Toleranzen, Oberfläche, geforderte Unterlagen, Verpackung, Incoterms-Klausel und die Prüfung von Mustern und Lieferungen.1,2,4,11

Welche Holzfeuchte sollte ich für Möbelteile vorschreiben?

Für Möbel in beheizten Räumen wird Laubholz normalerweise auf 6–8 % getrocknet. Geben Sie eine Toleranz und das Messverfahren an, etwa EN 13183-2 mit Widerstandsmessgerät.1,2

Welche Leimklasse brauche ich für Küchen- oder Gartenmöbel?

Die Klassen nach EN 204 reichen von D1 bis D4. D3 deckt Innenräume mit häufiger kurzzeitiger Wassereinwirkung und den witterungsgeschützten Außenbereich ab, D4 häufige, lang anhaltende Einwirkung und den Außenbereich mit angemessenem Oberflächenschutz.4

Wie prüfe ich das FSC- oder PEFC-Zertifikat eines Lieferanten?

Lassen Sie sich die Zertifikatsnummer geben und suchen Sie sie in der öffentlichen FSC-Zertifikatsdatenbank oder in der PEFC-Suche „Find certified“. Prüfen Sie Gültigkeit und Geltungsbereich.9,10

Was ist eine Erstmusterprüfung?

Die Prüfung der ersten Teile von den Serienmaschinen gegen jedes Maß und jede Anforderung der Zeichnung. Sie bestätigt, dass der Serienprozess das Teil fertigen kann, nicht nur ein handgefertigtes Muster.

Quellen und Literatur

  1. Forest Products Laboratory (2021). Wood Handbook: Wood as an Engineering Material. General Technical Report FPL-GTR-282, chapter 13: Drying and control of moisture content and dimensional changes. Madison, WI: USDA Forest Service. research.fs.usda.gov
  2. EN 13183-1 and EN 13183-2. Moisture content of a piece of sawn timber, part 1: determination by oven dry method; part 2: estimation by electrical resistance method. Brussels: CEN.
  3. DIN (2011). DIN EN 975-1:2011-08, Sawn timber: Appearance grading of hardwoods, Part 1: Oak and beech (EN 975-1:2009 + AC:2010), table of contents. Berlin: DIN. din.de
  4. CEN (2016). EN 204:2016 Classification of thermoplastic wood adhesives for non-structural applications. Public preview of SIST EN 204:2016, tables 1 and 2. Ljubljana: SIST / iTeh Standards. cdn.standards.iteh.ai
  5. EN 12520:2024. Furniture: strength, durability and safety, requirements for domestic seating. Brussels: CEN. Scope and validity as published by the Estonian Centre for Standardisation. evs.ee
  6. EN 16139:2025. Furniture: safety, strength and durability, requirements and test methods for non-domestic seating. Brussels: CEN. Scope and validity as published by the Estonian Centre for Standardisation. evs.ee
  7. European Parliament and Council (2025). Regulation (EU) 2025/2650 amending Regulation (EU) 2023/1115 as regards certain obligations of operators and traders, 19 December 2025. Official Journal of the European Union, L series, 23.12.2025. eur-lex.europa.eu
  8. European Commission (2023). Commission Regulation (EU) 2023/1464 of 14 July 2023 amending Annex XVII to Regulation (EC) No 1907/2006 (REACH) as regards formaldehyde and formaldehyde releasers. Official Journal of the European Union L 180, 17.7.2023, p. 12. publications.europa.eu
  9. Forest Stewardship Council (2026). FSC public certificate search. Accessed 24 October 2026. search.fsc.org
  10. PEFC International (2026). Find certified. Programme for the Endorsement of Forest Certification, accessed 24 October 2026. pefc.org
  11. HM Revenue & Customs. Customs valuation: Incoterms. GOV.UK guidance, accessed 24 October 2026. gov.uk
  12. ISO 2859-1:1999. Sampling procedures for inspection by attributes, part 1: sampling schemes indexed by acceptance quality limit (AQL) for lot-by-lot inspection. Geneva: ISO.
  13. Gatchell, C. J., Thomas, R. E. & Walker, E. S. (1999). Effects of preprocessing 1 Common and 2A Common red oak lumber on gang-rip-first rough-mill dimension part yields. Forest Products Journal 49(3), 53–60. research.fs.usda.gov
  14. EN 14298. Sawn timber: assessment of drying quality. Brussels: CEN.
  15. CEN (2022). EN 13353:2022 Solid wood panels (SWP): Requirements. Table of contents of DIN EN 13353:2022-09. Berlin: DIN Media. din.de
  16. BSI (1999). BS EN 1313-2:1999, Round and sawn timber: permitted deviations and preferred sizes, part 2: hardwood sawn timber (identical to EN 1313-2:1998). Status: current, under review. London: BSI. knowledge.bsigroup.com
  17. IPPC (2019). ISPM 15: Regulation of wood packaging material in international trade. Rome: FAO, International Plant Protection Convention. ippc.int
  18. European Commission (2026). VIES on-the-Web: VAT number validation. Directorate-General for Taxation and Customs Union, accessed 24 October 2026. ec.europa.eu

SARAL Technik-Team

Geschrieben vom SARAL-Team in Bălțați (Kreis Iași, Rumänien), wo wir seit 1998 Buche, Eiche und Esche verarbeiten: Einschnitt, Trocknung, Optimierung, Keilzinkung, Massivholzplatten, CNC und Stühle. Zahlen stammen aus den genannten Quellen; wo wir unsere eigene Praxis beschreiben, sagen wir das.

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