Warum die Anfrage über die Qualität der Teile entscheidet
Eine Angebotsanfrage ist mehr als eine Preisfrage. Bei Massivholzteilen wie Stuhlbeinen, Rahmen, Tischplatten, Fronten oder Treppenteilen ist sie die erste Fassung der Spezifikation und oft die einzige, die der Lieferant vor seinem Angebot sieht. Holz ist ein Naturstoff mit Ästen, Farbunterschieden und feuchtebedingtem Arbeiten. Sagt die Anfrage nicht, was zulässig ist, entscheidet jeder Lieferant für Sie und kalkuliert, was er angenommen hat.
Eine gute Anfrage macht Angebote vergleichbar, verhindert Streit und verkürzt die Entwicklung. Dieser Leitfaden geht Abschnitt für Abschnitt durch, was zu spezifizieren ist, liefert eine fertige Struktur für die Anfrage und nennt die Warnsignale, auf die Sie bei den Antworten achten sollten. Er richtet sich an Möbelhersteller, Tischlereien und Einkäufer, die Laubholzteile beziehen, ob aus Rumänien oder anderswo.
Das Teil definieren, bevor Sie nach dem Preis fragen
Zeichnungen, Modelle und Referenzmuster
Schicken Sie eine bemaßte Zeichnung mit Nummer und Revisionsstand, dazu ein 3D-Modell (STEP o. Ä.), wenn das Teil Rundungen oder CNC-Bearbeitung hat. Kommt es auf das Aussehen an, legen Sie ein Referenzmuster oder kommentierte Fotos bei, die zeigen, was zulässig ist und was nicht. Ein physisches Muster, das beide Seiten aufbewahren und unterschreiben, ist mehr wert als eine Seite Adjektive.
Mengen und Abrufe
Nennen Sie Jahresmenge, voraussichtliche Abrufgröße, ersten Liefertermin und ob es sich um ein Einzelstück, einen Versuch oder ein laufendes Serienteil handelt. Der Stückpreis hängt stark von der Losgröße ab, weil sich die Rüstzeit an Optimierungssäge, Kehlmaschine und CNC auf das Los verteilt.

Sichtflächen und Faserrichtung
Kennzeichnen Sie in der Zeichnung, welche Flächen am fertigen Produkt sichtbar sind, welche verdeckt und welche verleimt oder abgedeckt werden. Die Faserrichtung ist für Festigkeit und Optik wichtig: Bei Stuhlbein, Zarge oder Steg muss die Faser in Längsrichtung laufen, weil Holz quer zur Faser viel weniger fest ist als längs. Ist der Faserverlauf kritisch, geben Sie eine Grenze an oder fragen Sie, wie der Lieferant ihn beim Zuschnitt und Optimieren kontrolliert.
Holzart und Sortierung
Die Art nennen, nicht nur die Gattung
„Eiche“ umfasst Dutzende Arten. Für europäische Eiche schreiben Sie Quercus robur und/oder Q. petraea, für Buche Fagus sylvatica, für Esche Fraxinus excelsior. Auch das EUDR-Informationssystem verlangt die Angabe auf Artebene, wie unser EUDR-Beitrag erklärt. Geben Sie an, ob gedämpfte oder ungedämpfte Buche gewünscht ist und ob Rotkern bei Buche oder Splint bei Eiche auf Sichtflächen zulässig ist.
Sortierung nach Aussehen
Für Schnittholz aus Eiche und Buche legt EN 975-1 Sortierklassen nach Größe und Anzahl von Merkmalen wie Ästen, Rissen und Farbe fest.3 Wer eine Klasse nennt, etwa Q-F 2 für Eichenfriese, gibt beiden Seiten dasselbe Regelwerk. Unser Beitrag zur Schnittholzsortierung erklärt die Klassen und den Vergleich mit den amerikanischen NHLA-Sortierungen. Für fertige Teile schreiben viele Einkäufer eigene Sortierblätter je Fläche: welche Flächen sichtbar sind, welche Merkmale dort in welcher Größe zulässig sind.
Die Sortierung wirkt doppelt auf den Preis: Höhere Klassen kosten mehr je Kubikmeter, niedrigere ergeben weniger brauchbare Teile. In US-Studien zu Zuschnittanlagen lag die Ausbeute an brauchbaren Teilen zwischen etwa 81 % bei Roteiche der besten Sortierung (FAS) und 41–50 % bei No. 2A Common.13 Wer für eine hohe Sortierung einen niedrigen Preis bietet, hat entweder eine günstige Quelle oder eine andere Sortierung im Kopf.
Holzfeuchte: Zielwert, Toleranz und Messverfahren
Die Holzfeuchte ist die häufigste Fehlerquelle bei Massivholzteilen. Laubholz für Möbel, Schränke und Innenausbau wird normalerweise auf 6–8 % technisch getrocknet, nahe an der Ausgleichsfeuchte eines beheizten Raums.1 Eine Anfrage sollte drei Dinge festlegen:
- Zielwert und Toleranz: etwa 8 % ± 2 % und ob jedes Stück oder nur der Mittelwert der Lieferung sie einhalten muss.
- Verfahren: Darrprobe nach EN 13183-1 oder elektrisches Widerstandsmessgerät nach EN 13183-2 mit Holzartenkorrektur.2 EN 14298 beschreibt die Beurteilung der Trocknungsqualität einer Partie, einschließlich der Streuung zwischen den Stücken.14
- Zeitpunkt: beim Versand, beim Wareneingang oder beides. Unverpacktes Holz nimmt bei Transport und Lagerung Feuchte auf.
Unser Beitrag zur Holzfeuchte erklärt, wie Sie den Zielwert für das Klima am Einsatzort wählen.
Aufbau: massiv, verleimt oder keilgezinkt
Geben Sie an, ob ein Teil aus einem Stück sein muss oder verleimt sein darf. Breite Teile werden meist aus Lamellen verleimt, die durchgehend oder keilgezinkt sein können. Beides ist fachgerecht; die Varianten unterscheiden sich in Optik, Preis und Ausbeute. Sind Keilzinken auf Sichtflächen nicht zulässig, schreiben Sie das hinein. Für Massivholzplatten legt EN 13353 Anforderungen fest, unter anderem an Maßtoleranzen, Holzfeuchte bei Auslieferung, Verklebungsqualität und Formaldehydabgabe.15
Spezifizieren Sie den Leim nach Leistungsklasse, nicht nach Marke. EN 204 teilt nichttragende Holzklebstoffe nach Beständigkeit in D1 bis D4 ein: D1 für Innenräume mit höchstens 15 % Holzfeuchte bis D4 für Innenräume mit häufiger, lang anhaltender Wassereinwirkung und für den Außenbereich mit angemessenem Oberflächenschutz.4 Küchen- und Badmöbel entsprechen typischerweise den für D3 beschriebenen Bedingungen, Gartenmöbel den für D4 beschriebenen. Ist der Leim formaldehydbasiert, muss das fertige Teil trotzdem den REACH-Grenzwert einhalten.8
Maße und Toleranzen
Holz ändert seine Maße mit der Feuchte; eine Toleranz ist daher nur zusammen mit der Holzfeuchte bei der Messung aussagekräftig. Für Laubschnittholz legt EN 1313-2 zulässige Abweichungen und Vorzugsmaße fest.16 Für bearbeitete Teile gibt es keine allgemeine Norm, die Sie einfach zitieren können: Die Zeichnung muss die für die Montage wichtigen Toleranzen angeben, etwa Zapfendicke, Bohrungspositionen und Gesamtlänge, und anderswo größere zulassen. Enge Toleranzen überall machen Teile teuer, aber nicht besser.
Vereinbaren Sie, wie gemessen wird: mit welchem Messmittel, bei welcher Temperatur und Luftfeuchte und wie viele Teile je Los. Ein Erstmusterprüfbericht, in dem jedes Maß der Zeichnung an den ersten Serienteilen gemessen ist, erledigt die meisten Streitfälle, bevor sie entstehen.
Oberfläche und Behandlung
Geben Sie an, ob die Teile roh, geschliffen oder oberflächenbehandelt geliefert werden. Bei geschliffenen Teilen nennen Sie die letzte Körnung und ob Kanten gebrochen werden (mit welchem Radius). Bei behandelten Teilen nennen Sie das System (Öl, Hartwachsöl, Wasser- oder PU-Lack), den Glanzgrad und die Farbreferenz und legen ein unterschriebenes Farbmuster bei. Fragen Sie, wie die Oberfläche geprüft wird und was sie abgibt: Nach REACH-Eintrag 77 dürfen Möbel und Holzerzeugnisse, die nach dem 6. August 2026 in Verkehr gebracht werden, in der Referenzprüfkammer höchstens 0,062 mg/m³ Formaldehyd abgeben.8
Nachweise und Dokumente
EUDR
Für die meisten Unternehmen gilt die EU-Entwaldungsverordnung für Holzerzeugnisse ab dem 30. Dezember 2026. Wenn Sie Teile aus Holz kaufen, das bereits von einer Sorgfaltserklärung abgedeckt ist, sind Sie in der Regel nachgelagerter Marktteilnehmer: Sie bewahren Namen von Lieferanten und Kunden sowie die Referenznummern der Erklärungen fünf Jahre lang auf.7 Machen Sie die Referenznummer zu einer Zeile auf jedem Lieferschein.
Prüfberichte
Für Stühle und andere Sitzmöbel fordern Sie Prüfberichte nach EN 12520 (Wohnbereich) oder EN 16139 (Objektbereich, inzwischen Ausgabe 2025) an, die genau das Produkt und die Prüfstufe nennen.5,6 Ein Bericht für ein anderes Modell oder ein alter Bericht für eine andere Konstruktion beweist wenig.
Zertifikate
Wenn FSC- oder PEFC-zertifiziertes Material verlangt ist, lassen Sie sich die Zertifikatsnummer geben und prüfen Sie sie selbst in der öffentlichen FSC-Zertifikatssuche oder der PEFC-Datenbank.9,10 Prüfen Sie, ob das Zertifikat gültig ist und sein Geltungsbereich die gekauften Produkte und Holzarten abdeckt. Ein Logo auf der Website ist kein Zertifikat.
| Unterlage | Was sie zeigt | Grundlage | Achten Sie auf |
|---|---|---|---|
| Feuchtebericht | Holzfeuchte der Partie und Streuung zwischen den Stücken | EN 13183-1/-2, EN 14298 | Nur Mittelwert, kein Verfahren, lange vor Versand gemessen |
| Sortiernachweis | Sortierklasse der Sichtflächen | EN 975-1 oder vereinbartes Sortierblatt | „A-Qualität“ ohne genannte Regel |
| Leimerklärung | Leimart und Beanspruchungsgruppe | EN 204 (D1–D4) | Ein Markenname ohne Klasse |
| Formaldehydnachweis | Emission des fertigen Erzeugnisses | REACH Anhang XVII Eintrag 77, Anlage 14 | Ein E1-Plattenetikett statt eines Nachweises für das fertige Produkt |
| EUDR-Angaben | Marktteilnehmer und Referenznummer der Sorgfaltserklärung | Verordnung (EU) 2023/1115, geändert durch 2025/2650 | Keine Referenznummer auf dem Lieferschein |
| Prüfbericht Sitzmöbel | Festigkeit und Dauerhaltbarkeit eines bestimmten Modells | EN 12520 oder EN 16139 | Bericht für ein anderes Modell oder eine ältere Konstruktion |
| FSC- oder PEFC-Zertifikat | Produktkette für zertifiziertes Material | Öffentliche FSC- und PEFC-Datenbanken | Nummer nicht auffindbar, abgelaufen oder Geltungsbereich passt nicht |
| ISPM-15-Kennzeichnung | Hitzebehandelte Holzverpackung | ISPM 15 | Ungekennzeichnete Paletten bei Lieferungen außerhalb der EU |
Quelle: SARAL summary of EN 13183, EN 14298, EN 975-1, EN 204, EN 12520, EN 16139, Commission Regulation (EU) 2023/1464, Regulation (EU) 2025/2650 and ISPM 15.
Verpackung, Kennzeichnung und Transport
Massivholzteile brauchen Schutz vor Feuchte und vor Beschädigung an Kanten und behandelten Flächen. Legen Sie Verpackung (Palettentyp, Folierung, Kantenschutz, Höchstgewicht je Palette), Etiketten (Teilenummer, Revision, Menge, Charge, EUDR-Referenz) und Stapelweise fest. Gehen Teile auf Holzpaletten oder in Kisten in Länder außerhalb der EU, muss die Verpackung in der Regel ISPM 15 erfüllen: eine Hitzebehandlung auf mindestens 56 °C für 30 Minuten ohne Unterbrechung im gesamten Holzquerschnitt oder eine andere zugelassene Behandlung.17
Vereinbaren Sie die Incoterms-Klausel in der Anfrage, nicht erst in der Auftragsbestätigung. Sie regelt, wer den Transport organisiert und bezahlt, wer die Ausfuhr- und Einfuhrabfertigung übernimmt und wo die Gefahr übergeht. Bei EXW erledigt der Käufer fast alles; bei DAP liefert der Verkäufer an den benannten Ort und trägt die Gefahr bis dahin; bei DDP übernimmt der Verkäufer zusätzlich die Einfuhrabfertigung und zahlt die Abgaben.11
| Klausel | Der Verkäufer liefert, wenn die Ware… | Haupttransport organisiert | Gefahrübergang auf den Käufer |
|---|---|---|---|
| EXW Ab Werk | beim Verkäufer oder an einem anderen benannten Ort zur Verfügung gestellt wird, nicht verladen | Käufer | Sobald die Ware zur Verfügung gestellt ist |
| FCA Frei Frachtführer | am benannten Ort dem vom Käufer benannten Frachtführer übergeben wird | Käufer | Am benannten Lieferpunkt |
| DAP Geliefert benannter Ort | am Bestimmungsort entladebereit auf dem ankommenden Fahrzeug zur Verfügung steht | Verkäufer | Am Bestimmungsort, vor dem Entladen |
| DPU Geliefert benannter Ort entladen | am Bestimmungsort entladen zur Verfügung steht | Verkäufer | Am Bestimmungsort, nach dem Entladen |
| DDP Geliefert verzollt | wie bei DAP und zur Einfuhr abgefertigt ist | Verkäufer | Am Bestimmungsort; der Verkäufer zahlt auch die Einfuhrabgaben |
Bei EXW muss der Verkäufer die Ware weder verladen noch zur Ausfuhr abfertigen. Bei DDP fertigt der Verkäufer Aus- und Einfuhr ab und zahlt die Abgaben. Quelle: HM Revenue & Customs, Customs valuation: Incoterms (GOV.UK guidance), summarising ICC Incoterms 2020.
Muster, Erstmuster und Wareneingangsprüfung
Trennen Sie drei Stufen. Entwicklungsmuster zeigen, dass der Lieferant das Teil verstanden hat; sie dürfen von Hand gefertigt sein. Erstmuster stammen von den Maschinen und aus den Prozessen der Serie und werden gegen jedes Maß der Zeichnung geprüft. Serienlieferungen werden danach stichprobenartig geprüft.
Für die Stichprobenprüfung ist ISO 2859-1 die übliche Grundlage. Sie legt Stichprobenpläne fest, die nach einer annehmbaren Qualitätsgrenzlage (AQL) geordnet sind: Aus Losgröße und Prüfniveau ergibt sich, wie viele Teile zu prüfen sind und wie viele Fehler zulässig sind, bevor das Los zurückgewiesen wird.12 Vereinbaren Sie die AQL je Fehlerart, etwa strenger für Maßfehler, die die Montage verhindern, als für kleine optische Merkmale.
Worauf Sie beim Werksbesuch achten sollten
Ein Besuch sagt mehr als jeder Fragebogen. Sehen Sie sich an, wie das Holz nach der Trocknung gelagert wird und ob die Stapel abgedeckt sind. Lassen Sie sich Trocknungsprotokolle und Feuchtemessungen der letzten Partien zeigen. Beobachten Sie, wie Schnittregeln und Fehlerlisten an den Optimierungssägen eingestellt werden, wie Leim angemischt, aufgetragen und gepresst wird und ob Presszeiten und Temperaturen aufgezeichnet werden. Fragen Sie, wie Erstmuster- und Zwischenprüfungen dokumentiert und wie fertige Teile verpackt werden. Verlangen Sie jeweils den Nachweis, nicht die Beschreibung.

Eine Struktur für Ihre Anfrage
Die folgende Tabelle ist eine Vorlage, die Sie in Ihr eigenes Anfragedokument übernehmen können. Jede Zeile sollte beantwortet sein, bevor ein Lieferant einen vergleichbaren Preis nennen kann.
| # | Abschnitt | Was festzulegen ist | Beispiel |
|---|---|---|---|
| 1 | Projekt und Mengen | Jahresmenge, Abrufgröße, erster Liefertermin, Einzelstück, Versuch oder Serie | 3.000 Beine pro Jahr in vier Abrufen, erste Lieferung in KW 10 |
| 2 | Teiledefinition | Zeichnungsnummer und Revision, 3D-Modell, unterschriebenes Referenzmuster | Zeichnung 1042-03 Rev. C, STEP-Datei, von beiden Seiten unterschriebenes Muster |
| 3 | Holzart | Botanischer Name, gedämpft oder ungedämpft, Farbregeln für Sichtflächen | Fagus sylvatica, gedämpft, kein Rotkern auf Sichtflächen |
| 4 | Sortierung | Sortierregel und Klasse oder eigenes Sortierblatt je Fläche | EN 975-1, Eichenfriese Q-F 2 auf Sichtflächen |
| 5 | Holzfeuchte | Zielwert, Toleranz, je Stück oder Mittelwert, Verfahren, Messzeitpunkt | 8 % ± 2 % je Stück, EN 13183-2, beim Versand |
| 6 | Aufbau | Aus einem Stück, verleimt oder keilgezinkt; wo Verbindungen zulässig sind | Verleimt, durchgehende Lamellen auf Sichtflächen |
| 7 | Leim | Beanspruchungsgruppe; formaldehydbasiert oder nicht | EN 204 D3, formaldehydfrei |
| 8 | Maße | Funktionsmaße mit Toleranz und die Holzfeuchte, für die sie gelten | Zapfen 10 mm +0/−0,2 mm, gemessen bei 8 % Holzfeuchte |
| 9 | Oberfläche | Roh, geschliffen oder behandelt; Körnung, Kantenradius, System, Glanzgrad, Farbmuster | Geschliffen mit Körnung 180, Kanten R2, unbehandelt |
| 10 | Unterlagen | Feuchtebericht, Sortierung, Leimklasse, Formaldehydnachweis, EUDR-Referenz, Prüfberichte, Zertifikate | Referenznummer der Sorgfaltserklärung auf jedem Lieferschein |
| 11 | Verpackung und Etiketten | Palette, Folierung, Kantenschutz, Etiketten, Höchstgewicht; ISPM 15 außerhalb der EU | Folierte Paletten, Etikett mit Teilenummer, Revision, Charge und EUDR-Referenz |
| 12 | Lieferbedingungen | Incoterms-2020-Klausel und benannter Ort, Lieferzeit, Abrufvorlauf | FCA Werk des Lieferanten oder DAP Lager des Käufers |
| 13 | Prüfung | Entwicklungsmuster, Erstmusterprüfbericht, Stichprobenplan und AQL je Fehlerart | Erstmusterprüfbericht an fünf Teilen; AQL je Fehlerklasse vereinbart |
| 14 | Kaufmännisches | Währung, Preisbindung, Zahlungsziel, Gleitklauseln | Preise in EUR, sechs Monate gültig |
Quelle: SARAL template. Standards named: EN 975-1 (class names as summarised by French Timber and APECF, 2012), EN 13183, EN 204, ISO 2859-1; Incoterms 2020 (ICC).
Warnsignale bei den Antworten
- „Technisch getrocknet“ ohne Zahl. Fragen Sie nach Zielwert, Toleranz und Verfahren. Wer nicht antworten kann, misst wahrscheinlich nicht.
- Keine Rückfragen. Ein guter Lieferant fragt nach Sichtflächen, Faserrichtung, Toleranzen und Mengen. Schweigen heißt oft, dass die Anfrage nicht genau gelesen wurde.
- Ein Preis weit unter den anderen für dieselbe Sortierung. Prüfen Sie, ob Sortierung, Holzfeuchte und Aufbau (keilgezinkt statt durchgehend) wirklich gleich sind.
- Zertifikate, die Sie nicht finden. Steht die Nummer nicht in der FSC- oder PEFC-Datenbank oder deckt der Geltungsbereich Ihr Produkt nicht ab, ist die Angabe nicht verwendbar.9,10
- Eine USt-IdNr., die sich nicht bestätigen lässt. Prüfen Sie die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer eines EU-Lieferanten vor der ersten Rechnung im VIES-Dienst der Kommission.18
- Prüfberichte für ein anderes Produkt. Berichte für Sitzmöbel müssen das gekaufte Modell nennen.5,6
- Keine Erstmuster von Serienmaschinen, kein Werksbesuch. Handgefertigte Entwicklungsmuster beweisen den Serienprozess nicht.
- Vage Antworten zur EUDR. Fragen Sie ab dem 30. Dezember 2026, wer Marktteilnehmer ist und wie die Referenznummern zu Ihnen kommen.7
Wie wir bei SARAL mit Anfragen umgehen
Häufige Fragen
Was gehört in eine Angebotsanfrage für Holzteile?
Zeichnungen mit Revisionsstand, Mengen und Abrufe, Holzart und Sortierung, Zielholzfeuchte mit Toleranz und Messverfahren, Aufbau (massiv, verleimt oder keilgezinkt) und Leimklasse, Toleranzen, Oberfläche, geforderte Unterlagen, Verpackung, Incoterms-Klausel und die Prüfung von Mustern und Lieferungen.1,2,4,11
Welche Holzfeuchte sollte ich für Möbelteile vorschreiben?
Für Möbel in beheizten Räumen wird Laubholz normalerweise auf 6–8 % getrocknet. Geben Sie eine Toleranz und das Messverfahren an, etwa EN 13183-2 mit Widerstandsmessgerät.1,2
Welche Leimklasse brauche ich für Küchen- oder Gartenmöbel?
Die Klassen nach EN 204 reichen von D1 bis D4. D3 deckt Innenräume mit häufiger kurzzeitiger Wassereinwirkung und den witterungsgeschützten Außenbereich ab, D4 häufige, lang anhaltende Einwirkung und den Außenbereich mit angemessenem Oberflächenschutz.4
Wie prüfe ich das FSC- oder PEFC-Zertifikat eines Lieferanten?
Lassen Sie sich die Zertifikatsnummer geben und suchen Sie sie in der öffentlichen FSC-Zertifikatsdatenbank oder in der PEFC-Suche „Find certified“. Prüfen Sie Gültigkeit und Geltungsbereich.9,10
Was ist eine Erstmusterprüfung?
Die Prüfung der ersten Teile von den Serienmaschinen gegen jedes Maß und jede Anforderung der Zeichnung. Sie bestätigt, dass der Serienprozess das Teil fertigen kann, nicht nur ein handgefertigtes Muster.

