Wie ein gepolsterter Stuhlsitz aufgebaut ist
Der gepolsterte Sitz eines Holzstuhls ist ein kleines System aus vier Schichten. Eine Sitzplatte aus Sperrholz oder Massivholz trägt die Last und wird am Gestell befestigt. Darauf liegt die Füllung, meist PUR-Schaumstoff, manchmal in zwei Lagen unterschiedlicher Härte. Eine dünne Vlies- oder Watteauflage rundet die Kanten und lässt den Bezug glatt sitzen. Der Bezug aus Stoff, Leder oder beschichtetem Gewebe wird darübergezogen und unter der Platte getackert. Bei Objektsitzmöbeln mit Brandschutzanforderungen kann zwischen Bezug und Füllung eine Zwischenlage liegen.9
Jede Schicht lässt sich spezifizieren, und jede kann versagen. Schaum gibt nach, Bezüge scheuern durch oder pillen, Farben bleichen aus, und die ganze Kombination muss die Brandschutzregeln des Einsatzorts erfüllen. Die beiden europäischen Festigkeitsnormen für Stühle, EN 12520 für den Wohnbereich und EN 16139 für den Nicht-Wohnbereich, prüfen das Gestell. Beide schließen die Haltbarkeit von Polstermaterialien aus, die EN 16139 zusätzlich das Brandverhalten.8,10 Das Polster braucht also eine eigene Spezifikation, und darum geht es in diesem Leitfaden. Unser Beitrag zur Stuhlfertigung behandelt das Gestell, der Leitfaden zu Gastronomiestühlen die Sitzmöbel für Restaurants und Hotels.

Schaumstoff: Raumgewicht und Härte sind zwei verschiedene Werte
PUR-Schaumstoff wird mit zwei Eigenschaften beschrieben, die Einkäufer oft verwechseln. Das Raumgewicht (Rohdichte) in kg/m³ wird nach EN ISO 845 gemessen, dem Verfahren für die Rohdichte von Schaumstoffen aus Kunststoffen und Kautschuk.11 Die Härte wird entweder als Stauchhärte in kPa nach EN ISO 3386-1 gemessen, die weiche Schaumstoffe niedriger Dichte bis 250 kg/m³ abdeckt und 2025 neu erschienen ist, oder als Eindruckhärte in Newton nach EN ISO 2439, die vier Verfahren beschreibt.12,13
Das Raumgewicht sagt, wie viel Material im Schaum steckt; die Härte, wie fest er sich anfühlt. Beide hängen nur lose zusammen, wie die Datenblätter eines deutschen Schaumstoffherstellers zeigen.1
| Schaumstoff | Rohdichte, EN ISO 845 (kg/m³) | Stauchhärte 40 %, EN ISO 3386 (kPa) | Eindruckhärte 40 %, EN ISO 2439 (N) | Rückprallelastizität | Druckverformungsrest, EN ISO 1856 |
|---|---|---|---|---|---|
| Softpur, PUR-Weichschaum | 26 ± 2,6 | 4,0 ± 0,5 | 180 ± 20 | ≥ 40 % | ≤ 6 % |
| Isopur, PUR-Weichschaum | 38 ± 2,6 | 4,5 ± 0,5 | 205 ± 20 | ≥ 50 % | ≤ 5 % |
| Megapur, PUR-Verbundschaum | 80 ± 20 | 14 ± 5 | 180 ± 20 | – | – |
Quelle: Softpur GmbH (2024), technical data sheets Softpur, Isopur and Megapur, status 01.01.2024. Resilience to DIN 53512.
Der leichtere Schaum mit 26 kg/m³ und der dichtere mit 38 kg/m³ haben fast dieselbe Stauchhärte, 4 kPa und 4,5 kPa. Der dichtere ist aber mit höherer Rückprallelastizität (mindestens 50 % statt mindestens 40 %) und geringerem Druckverformungsrest (höchstens 5 % statt 6 %) angegeben, er federt also besser zurück und verliert unter Last weniger Höhe.1 Der Verbundschaum aus verklebten Schaumflocken ist deutlich dichter und härter, mit einer viel größeren Toleranz beim Raumgewicht.1 Fragen Sie für einen täglich genutzten Sitz nach beiden Werten, den Prüfnormen sowie nach Druckverformungsrest und Rückprallelastizität.
Dauerbelastung: wie Schaum Höhe und Härte verliert
Schaumstoffe werden mit der Zeit weicher und flacher. Geprüft wird das mit dem Dauerschwingversuch bei konstanter Last nach ISO 3385: Beim britischen Prüfinstitut SATRA drückt an jeder Station ein Stempel mit 250 mm Radius mit 750 N und 70 Zyklen pro Minute in den Schaum, bei 25 °C und 50 % relativer Luftfeuchte, und anschließend werden Dicken- und Härteverlust gemessen.14 Die britische Spezifikation BS 3379 ordnet Schaumstoffe nach diesem Ermüdungsverhalten in Beanspruchungsklassen von „leicht“ bis „extrem schwer“ ein und zusätzlich nach Härte; ein Schaum mit einem Eindruckhärteindex von 115 bis 150 N erhält zum Beispiel die Härtestufe „130“.14 Fragen Sie bei Objektsitzen, welche Beanspruchungsklasse der Schaum erreicht.
Brandhemmend modifizierter Schaum
Im Vereinigten Königreich ist brandhemmend modifizierter PUR-Schaum (combustion modified foam), der die Entzündungsprüfung nach Schedule 1 Part 1 der Furniture and Furnishings (Fire) (Safety) Regulations besteht, das wichtigste Mittel, um die Brandentwicklung in Polstermöbeln zu verlangsamen.9 FIRA ergänzt einen für die Spezifikation wichtigen Punkt: Schaum mit geringerem Raumgewicht ist bei gleicher Flammschutzchemie in der Regel leichter entzündlich als dichterer.9 Der billigere, leichtere Schaum ist also nicht nur weniger haltbar, er kann auch das Brandergebnis des ganzen Sitzes verändern.
Scheuerbeständigkeit: der Martindale-Test erklärt
Beim Martindale-Test nach EN ISO 12947 wird eine runde Stoffprobe unter definierter Last gegen ein genormtes Scheuergewebe gerieben, in einer Bewegung, die eine Lissajous-Figur beschreibt, während sich der Probenhalter frei dreht.15 Teil 2 der Norm, der bei Möbelbezugsstoffen angegeben wird, bestimmt die Zahl der Touren bis zur Probenzerstörung.16 Der Prüfbericht eines Textillabors zeigt, wie der Endpunkt definiert ist:2
- Gewebe ohne Flor: zwei Fäden vollständig gerissen;
- Gewirke ohne Flor: ein Faden vollständig gerissen;
- Flor- und Chenillestoffe: zwei (gewebt) oder ein Faden (gewirkt) gerissen oder die Fläche vollständig durchgescheuert;
- Vliesstoffe: eine durchgescheuerte Stelle von 2,5 mm Durchmesser in der Oberschicht.

In diesem Bericht wurde der Möbelstoff mit 12 kPa Auflast geprüft, alle drei Proben überschritten 40.000 Touren, und angegeben wurde der niedrigste Einzelwert.2 Ein Stoffhersteller kontrolliert in Abständen von 5.000 Touren und beendet die Prüfung meist bei 100.000.17 Teil 2 gilt nicht für beschichtete Gewebe wie PU- oder Vinyl-Kunstleder; deren beschichtete Oberfläche wird mit einem eigenen Martindale-Verfahren nach EN ISO 5470-2 geprüft.16,18
Wie viele Scheuertouren braucht ein Stuhl?
Keine europäische Norm legt einen einzigen Grenzwert für Stuhlbezüge fest. Die EN 14465, die Spezifikation für Möbelbezugsstoffe, definiert eine Reihe von Eigenschaften, ihre Prüfverfahren und eine Matrix, mit der die Leistung eines Stoffs ausgedrückt wird, statt eines Schwellenwerts.19 Orientierung kommt deshalb aus der Branche. Die amerikanische Association for Contract Textiles nennt 20.000 Martindale-Touren für Objektbereiche mit wenig Verkehr oder private Räume und 40.000 für stark frequentierte öffentliche Bereiche und rät davon ab, absolute Zahlen zu vergleichen.3 Ein europäischer Stoffhersteller arbeitet mit Bereichen von 10.000–15.000 für leichte Beanspruchung, 15.000–30.000 für Sofas und Stühle im Wohnbereich und 30.000–50.000 und mehr für Objektsitzmöbel und Gastronomie.17
| Quelle | Einsatz | Scheuertouren |
|---|---|---|
| Kvadrat | Leichte Beanspruchung: Dekokissen, selten genutzte Möbel | 10.000–15.000 |
| Kvadrat | Mittlere Beanspruchung: Sofas und Stühle im Wohnbereich | 15.000–30.000 |
| Kvadrat | Starke Beanspruchung: Objektsitzmöbel, Gastronomie, öffentliche Bereiche | 30.000–50.000+ |
| ACT (USA) | Objektbereich mit wenig Verkehr oder privat | 20.000 |
| ACT (USA) | Objektbereich mit viel Verkehr oder öffentlich | 40.000 |
Beschichtete Gewebe (Kunstleder) werden stattdessen nach EN ISO 5470-2 geprüft; die EU-Ecolabel-Kriterien verlangen für sie mindestens 75.000 Zyklen. Quelle: Kvadrat (n.d.), Understanding key fabric performance indicators; Association for Contract Textiles (n.d.), abrasion performance guideline for woven and knit fabrics.
Zwei Einschränkungen. Werte oberhalb der Empfehlung für starken Verkehr versprechen keine längere Lebensdauer; der amerikanische Verband verlangt dazu den Hinweis, dass sie kein Maß für die Lebensdauer sind.3 Und eine hohe Tourenzahl sagt nichts über Pilling oder Farbe, die getrennt geprüft werden.
Pilling, Lichtechtheit und Reibechtheit
Drei weitere Prüfungen entscheiden, ob ein Sitz nach einem Jahr im Restaurant noch gut aussieht.
- Pilling, die kleinen Faserknötchen an der Oberfläche, wird mit einem modifizierten Martindale-Verfahren nach EN ISO 12945-2 geprüft und von 1 (starkes Pilling) bis 5 (kein Pilling) benotet.17,20
- Lichtechtheit, also die Beständigkeit gegen Ausbleichen, wird unter künstlichem Tageslicht nach EN ISO 105-B02 geprüft und auf dem Blaumaßstab von 1 bis 8 benotet, wobei 8 am besten ist.4,17
- Reibechtheit nach ISO 105-X12 prüft trocken und nass, ob der Farbstoff auf Kleidung abfärbt.4
Die klarsten veröffentlichten Mindestwerte stehen in den EU-Ecolabel-Kriterien für Möbel. Für textile Bezüge: Pilling besser als Note 3, Lichtechtheit mindestens 5 (4 für manche hellen Stoffe aus Wolle oder Leinen), Reibechtheit trocken mindestens 4 und nass mindestens 2–3. Für beschichtete Gewebe: mindestens 75.000 Martindale-Touren nach EN ISO 5470-2 und Lichtechtheit 6 innen und 7 außen.4 Die Kriterien wurden im Januar 2026 verlängert und gelten bis 31. Dezember 2029.5
Daten anzeigen
| Mindestnote | |
|---|---|
| Anilin-, Nubuk-, Veloursleder | 3 |
| Semianilinleder | 4 |
| Gedecktes oder pigmentiertes Leder | 5 |
| Textiler Bezug | 5 |
| Beschichtetes Gewebe, innen | 6 |
| Beschichtetes Gewebe, außen | 7 |
Textile Bezüge: Note 4 ist für manche helle Stoffe mit mehr als 20 % Wolle oder Leinen zulässig. Quelle: Commission Decision (EU) 2016/1332, EU Ecolabel criteria for furniture, table 8, table 9 and appendix II; validity extended to 31 December 2029 by Decision (EU) 2026/66.
Leder, Stoff oder Kunstleder
Jede Bezugsart hat ihre Stärken und ihre eigenen Prüfungen.
- Stoff bietet die größte Auswahl an Farben und Strukturen, ist atmungsaktiv und leicht auszutauschen. Schwachpunkte sind Flecken und bei manchen Fasern Pilling. Geprüft werden Scheuerbeständigkeit, Pilling, Licht- und Reibechtheit.
- Leder altert sichtbar und lässt sich reinigen. Die Leistung hängt vom Typ ab: In den Ecolabel-Kriterien, die den Ledertypen der EN 15987 folgen, brauchen Anilin-, Nubuk- und Veloursleder nur eine Lichtechtheit von 3, Semianilinleder 4 und gedecktes oder pigmentiertes Leder 5, dazu kommen Prüfungen zu Reibechtheit, Zurichthaftung und Dauerknickverhalten.4
- Beschichtetes Gewebe, oft Polyurethan auf textilem Träger und als Kunstleder verkauft, lässt sich abwischen und passt in die Gastronomie. Geprüft wird die beschichtete Oberfläche nach EN ISO 5470-2, dazu Zugfestigkeit, Weiterreißfestigkeit und Haftung der Beschichtung.4,18

Bezeichnungen zählen. Die EN 15987 legt die Grundbegriffe des Lederhandels fest und gibt Hinweise zur korrekten Verwendung des Wortes „Leder“, und die EN 16223-1 regelt, wie Leder in Polstermöbeln in Werbung, auf Etiketten und beim Inverkehrbringen bezeichnet und beschrieben werden darf.21,22 Fragen Sie den Lieferanten, was das Material nach diesen Normen ist, bevor das Wort „Leder“ im eigenen Katalog steht.

Brandprüfungen: EN 1021-1, EN 1021-2 und BS 5852
Die beiden europäischen Brandprüfungen für Polstersitzmöbel sind kurz und präzise:
- EN 1021-1 bewertet die Entzündbarkeit von Materialkombinationen wie Bezügen und Füllungen von Polstersitzmöbeln durch eine glimmende Zigarette.6
- EN 1021-2 macht dasselbe mit einer kleinen Flamme, die einem Streichholz entspricht.7
Beide prüfen nur die Materialkombination, nicht ein bestimmtes fertiges Möbelstück.6,7 Deshalb ist ein Stoffzertifikat nur so gut wie die Füllung, über der geprüft wurde.
Die britische BS 5852 ergänzt stärkere Flammenquellen. Quelle 5 ist eine Holzkrippe; Quelle 7 ist die Flammenquelle für die hohen Gefährdungskategorien. Abschnitt 11 prüft Polsterkombinationen, Abschnitt 12 ganze Möbelstücke und wird auch für ungepolsterte Sitzmöbel verwendet.9 Die BS 7176 legt dann fest, welchen Quellen ein Objektsitzmöbel widerstehen muss: Zigarette und Streichholz in Bereichen geringer Gefährdung wie Büros, dazu Quelle 5 bei mittlerer Gefährdung wie in Restaurants, Pubs und Hotelzimmern, und Quelle 7 bei hoher und sehr hoher Gefährdung.9 Unser Leitfaden zu Gastronomiestühlen zeigt die Kategorien in einer Tabelle.
Die tatsächliche Kombination prüfen
Der FIRA-Leitfaden erklärt, wie Brandnachweise in der Praxis funktionieren. Die meisten Stofflieferanten bieten Bezüge für geringe, mittlere oder beide Gefährdungsstufen an, und weil sie die spätere Füllung nicht kennen, prüfen sie routinemäßig in Kombination mit einem brandhemmend modifizierten Schaum von 35 kg/m³. Verwendet der Stuhlhersteller einen Schaum mit geringerem Raumgewicht, anderer Flammschutzchemie oder von einem anderen Hersteller, rät FIRA zu direkten Prüfungen der tatsächlichen Polsterkombinationen. Vom Kunden beigestellte Bezüge sollten Unterlagen zu ihrem Brandverhalten mitbringen.9
Die britischen Regeln für den Wohnbereich werden überarbeitet
Polstermöbel für den Wohnbereich fallen im Vereinigten Königreich unter die Furniture and Furnishings (Fire) (Safety) Regulations 1988, die Entzündungsanforderungen an alle Polsterbestandteile und die Kennzeichnung festlegen; Möbel, die sie erfüllen, gelten als konform mit der geringen Gefährdungsstufe der BS 7176.9 Die britische Regierung hat zu neuen Anforderungen auf Basis eines Glimmtests, zu praktischen Prüfoptionen und zu Änderungen des Geltungsbereichs konsultiert; die Konsultation lief vom 31. März bis 23. Juni 2026. Stand Oktober 2026 war das Ergebnis noch nicht veröffentlicht.23 Wer gepolsterte Stühle für den britischen Wohnbereich liefert, sollte die Antwort im Blick behalten.
Reparierbare Polster: Sitze, die sich erneuern lassen
Ein Polstersitz ist meist lange vor einem Massivholzgestell verschlissen. Dafür zu konstruieren lohnt sich, besonders im Objektbereich. Die EU-Ecolabel-Kriterien für Möbel verlangen eine demontagegerechte Konstruktion mit bebilderter Anleitung, wie beschädigte Teile mit einfachem Werkzeug ersetzt werden; bei Polstern können das Reißverschlüsse und Klettverschlüsse für die Bezüge sein. Außerdem fordern sie Ersatzteile für mindestens fünf Jahre und eine Garantie von fünf Jahren.4 Ein von unten verschraubtes Sitzpolster mit getackertem oder per Reißverschluss befestigtem Bezug entspricht dem Geist dieser Regeln.
Wie wir bei SARAL Stühle polstern
Polster für Holzstühle spezifizieren: eine Checkliste
- Einsatz und Markt. Wohnbereich oder Objekt, innen oder außen, und das Land, in dem die Stühle stehen.
- Schaumstoff. Raumgewicht nach EN ISO 845, Härte nach EN ISO 3386-1 oder EN ISO 2439, Druckverformungsrest, Rückprallelastizität und ob er brandhemmend modifiziert ist.11,12,13
- Bezug. Scheuertouren nach EN ISO 12947-2 (oder EN ISO 5470-2 für beschichtete Gewebe), Pillingnote, Licht- und Reibechtheit.16,18
- Leder. Typ und Bezeichnung nach EN 15987 und EN 16223-1.21,22
- Brandschutz. EN 1021-1 und -2 oder die nationale Norm und Klasse, geprüft an der tatsächlichen Kombination aus Bezug und Füllung.6,7,9
- Aufbau. Material der Sitzplatte, Schichtaufbau, Befestigung am Gestell und Austauschbarkeit des Bezugs.
- Beigestellter Bezug. Liefern Sie den Stoff selbst, legen Sie die Unterlagen zu Brandverhalten und Scheuerbeständigkeit bei.9
Häufige Fragen
Wie viele Scheuertouren braucht ein Esszimmerstuhl?
Eine einzige Normzahl gibt es nicht. Ein europäischer Stoffhersteller ordnet Stühle im Wohnbereich bei 15.000–30.000 Touren ein; für Objektsitzmöbel nennt eine Branchenempfehlung 20.000 Touren bei wenig und 40.000 bei viel Verkehr in öffentlichen Bereichen.3,17
Welches Raumgewicht ist für Stuhlsitze richtig?
Das Raumgewicht allein entscheidet weder über Komfort noch über Lebensdauer: Fragen Sie nach Raumgewicht und Härte zusammen, dazu nach dem Druckverformungsrest. In den Daten eines Herstellers hat ein Schaum mit 38 kg/m³ fast dieselbe Härte wie einer mit 26 kg/m³, federt aber besser zurück und setzt sich weniger.1 Im Vereinigten Königreich werden Brandprüfungen von Stoffen meist über modifiziertem Schaum mit 35 kg/m³ durchgeführt.9
Was ist der Unterschied zwischen EN 1021-1 und EN 1021-2?
EN 1021-1 nutzt eine glimmende Zigarette als Zündquelle, EN 1021-2 eine kleine Flamme, die einem Streichholz entspricht. Beide prüfen eine Kombination aus Bezug und Füllung, keinen fertigen Stuhl.6,7
Eignet sich Kunstleder für Restaurantstühle?
Es kann sich eignen, weil es sich abwischen lässt. Prüfen Sie die Scheuerbeständigkeit der beschichteten Oberfläche nach EN ISO 5470-2; die EU-Ecolabel-Kriterien verlangen mindestens 75.000 Touren und eine Lichtechtheit von 6 im Innenbereich.4,18

